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Bei einer Sprechstörung, auch Artikulationsstörung genannt, handelt es sich um die Unfähigkeit, Sprachlaute korrekt zu artikulieren, wie z.B. beim Lispeln oder Stottern.
Das bedeutet, dem Patienten ist es nicht möglich, einzelne Sprachlaute (sog. Phoneme) altersgemäß und sprechmotorisch korrekt zu bilden.

Eine Sprachstörung ist die Störung des Sprachaufbaus oder des Sprachvermögens. Sprachlaute können also korrekt gebildet, jedoch nicht richtig angewendet werden, z.B. werden Laute weggelassen oder durch einen Falschen ersetzt.

Sprach- und Sprechstörungen treten oft zusammen auf und kommen im Verlauf der Sprachentwicklung vor.




Stimmstörungen sind Beeinträchtigungen der Kommunikationsfähigkeit auf Grund einer nicht einwandfrei funktionierenden Stimme. Häufig sind sie mit Missempfindungen, Fremdkörpergefühl im
Halsbereich oder Schmerzen verbunden.
Hauptsymptom ist der gestörte Stimmklang. Das heißt, die Stimme ist z.B. heiser, hat kein Volumen, der Patient hat häufig den Drang, sich zu räuspern und/ oder die Atmung kann verkürzt sein.

„Dysphonie“ ist der Überbegriff für alle Arten von
Stimmstörungen.





Stottern ist eine Redeflussstörung, eine Hemmung und Unterbrechung der Kommunikation.
Stottern ist kein Ausdruck von Intelligenzminderung!
Betroffene können verschiedene Ausprägungen der Symptome haben.
Stottern ist nicht ansteckend.
Jungs und Männer sind häufiger beeinträchtigt als Mädchen.

Beim Poltern zeigt der Patient ein schnelles und/oder unregelmäßiges Sprechtempo. Es treten dabei artikulatorische Veränderungen von Buchstaben oder z.T. ganzer Sätze auf. Dadurch wird es oft schwer, den Betroffenen zu verstehen.




Ein selektiver Mutismus ist eine eher seltene, häufig mit Angst assoziierte Kommunikationsstörung in der frühen Kindheit.
Das betroffene Kind verfügt über adäquate Sprachkompetenzen, schweigt aber konsequent in verschiedenen sozialen Situationen. Ab und zu gibt es bestimmte Gesprächspartner, bei denen das Schweigen gar nicht auftritt.
Häufig spielen mehrere Ursachen eine Rolle für das Auftreten.






Eine Dysarthrie ist eine Störung des Sprechens und der Stimme, infolge von Erkrankungen und/oder Verletzungen des Gehirns bzw. der Hirnhäute. Ausmaß der Störung liegt in der Artikulation und
Prosodie.
Bei einer Sprechapraxie sind Bewegungsabläufe zwar vorstell- aber nicht ausführbar. Manchmal ist das Imitieren der Bewegung wie zufällig möglich









Aphasie ist eine erworbene Sprachstörung, die nach einer Hirnschädigung auftreten kann (meist Schlaganfall, auch Kopfverletzung nach Unfall, Tumor oder entzüntlichem Gehirnprozess) und bedeutet "Verlust der Sprache".
Durch die Aphasie sind alle sprachlichen Fähigkeiten betroffen: Sprechen und Verstehen, Lesen und Schreiben.
Inneres Denken, persönliches und allgemeines Wissen sind nicht oder nur gering gestört.
Aphasie ist eine Sprachstörung, keine Denkstörung!





Eine Dysphagie oder Schluckstörung ist eine Beeinträchtigung des Schluckablaufes .
Man versteht darunter die Schwierigkeit, Nahrung, Getränke oder Speichel rasch und sicher von der Mundhöhle zum Magen zu befördern, ohne dass das Geschluckte in die Atemwege gelangt .
Ursachen können unter anderem Schlaganfälle, Muskelerkrankungen, Schädel-Hirn-Traumata, neurologisch-degenerative Erkrankungen oder organische Veränderungen der am Schluckablauf beteiligten Strukturen (Mundhöhle, Rachen, Kehlkopf, Speiseröhre, Mageneingang) sein.





Eine auditive Wahrnehmungs- und Verabeitungsstörung (AVWS) ist eine Störung der Verarbeitung von gehörten Informationen .
Die Störung liegt dabei am Hörnerv, der das Gehörte im Normalfall an das Gehirn weiterleitet, wo es dann verarbeitet wird. Das Ohr als Hörorgan selbst, ist dabei nicht betroffen.
Genauso ist eine AVWS KEIN Zeichen einer Intelligenzminderung.
Eine AVWS kann sich unterschiedlich äußern. Zum Beispiel können Richtungen und Entfernung einer Schallquelle schlecht eingeschätzt werden, oder es fällt Betroffenen schwer, Geräusche zu unterscheiden.





Der Sigmatismus (umgangssprachlich auch als "Lispeln" bekannt) ist eine der häufigsten Formen der Artikulationsstörungen.
Betroffene haben Probleme mit der Bildung des Lautes /s/. Bei der Lautbildung kann es dazu kommen, dass sich die Zunge zwischen die Zahnreihen schiebt, also sichtbar wird (interdental) , die Zunge beim Sprechen gegen die geschlossene Zahnreihe stößt (addental)  oder die zum Sprechen benötigte Ausatemluft seitlich an den Zungenrändern und Zahnreihen entweicht (lateral).
Demnach kann es gerade im Kindesalter leicht zu Zahnfehlstellungen, zum falschen Schluckmuster bzw. zu dumpfen oder "schlürfenden" Geräuschen kommen.
Bei Kindern im Alter von 3-6 Jahren ist das Auftreten eines Sigmatismus noch normal und kann entwicklungsbedingt vorkommen.
Ein Sigmatismus entsteht meist aufgrund von muskulärer Schwäche / Ungleichgewicht zwischen Lippen- und Zungenmuskulatur .





Im Normalfall sind die Kräfte der Zunge und der übrigen Mund- und Gesichtsmuskeln ‍ausgeglichen, so dass ein Kräftegleichgewicht herrscht. Ist dies nicht ausbalanciert, spricht man von einer myofunktionellen Störung.

Diese kann sich in unterschiedlichen Formen äußern:
- Offene Mundhaltung/Mundatmung
- Falsche Zungenlage (Vor-, seitliche Verlagerung der Zunge im Mund)
- Aussprachestörungen (meist bei /s/, /sch/, aber auch bei /d/, /t/, /l/, /n/)

Aber auch der von der Zunge ausgeführte Schluckvorgang ist meist derart gestört, dass die Zunge anstatt gegen den harten Gaumen zu drücken, gegen oder zwischen die Front- oder Backenzähne presst. Das kann zu Zahnfehlstellungen oder aber auch zu Rückfällen nach einer kieferorthopädischen Behandlung führen.
Denn wusstet Ihr, dass die Zunge über 24 Stunden bis zu 4 Tonnen Gewicht auf unsere Zähne ausübt?





Gerade in der kälteren Jahreszeit ☃️ wird unsere Stimme stärker belastet. Durch Heizungsluft und Kälte oder durch das häufige Tragen des Mund-Nasenschutzes, verspüren viele Menschen den Drang, sich häufig zu räuspern, um wieder zur Stimme
zu kommen - doch damit verschlimmern wir die Situation. Warum ist das so?

Der Schleim, der die Stimmlippen(Stimmbänder) als Schutz umgibt, wird durch das Räuspern vollständig abgetragen, der Körper produziert neuen, immer zäheren Schleim, der durch das Räuspern wieder abgetragen wird - ein Teufelskreis entsteht.
Auch "Vielsprecher" und Menschen in Sprechberufen haben oft das Bedürfnis, ihre Stimme zu "ölen".
Die Stimmhygiene gibt Tipps, wie man seiner Stimme etwas Gutes tun kann und welche Dinge man eher vermeiden sollte.

- Für ausreichend Belüftung und Luftfeuchtigkeit in Räumen sorgen.
- Stimme aufwärmen - summen oder singen eines Liedes.
- Herzhaftes Gähnen! - dies bewirkt eine Weitung des Rachenraums/ Senkung des Kehlkopfes und wirkt insgesamt entspannend.
- Husten und lockeres Abklopfen des Brustbeins statt Räuspern.
- Viel Wasser und Tee trinken!
- Salbei oder Isla Moos®️ Bonbons lutschen.
- Dampfinhalieren mit Salz oder Gurgeln mit Kochsalz.
- Genügend Entspannungsphasen und geregelter Schlaf- Wachrhythmus.‍

- Rauchen, Alkohol und Kaffee schaden der Stimme.
- Vermeiden von sehr heißen/sehr kalten❄️ Speisen und Getränken.
- Zu scharfe und saure Speisen reizen die Schleimhäute und regen die Produktion von Magensäure an.
- Scharfe Bonbons mit Menthol, Kampfer, Kamille u.Ä. vermeiden - sie trocknen auf Dauer die Schleimhäute aus.
- Schreien, Flüstern und Räuspern sind schädlich für die Stimmlippen.
- Versuchen Sie eine Überbelastung der Stimme zu vermeiden; nach Belastung braucht die Stimme Erholung und Ruhephasen.
- Nebengeräusche ausschalten / Lärmpegel reduzieren. Gegen Lärm und Krach anzusprechen wirkt stimmbelastend und ist außerdem ein "Kommunikationskiller".





Die Neurofunktions!therapie®️, kurz auch NF!T®️, ist ein ganzheitliches Therapiekonzept von Elke Rogge, welches die Entwicklung im Bereich Mund, Augen, Hände und Körper mit dem Patienten nochmals erlebt.
Dies ist z.B. von Nöten, wenn Meilensteine nicht vollständig durchlaufen werden, bzw. sogar komplett ausgelassen werden und es dadurch zu Störungen in der folgenden Entwicklung kommt.
Dadurch, dass das Therapiekonzept ohne sprachliche Anleitung auskommt, ist es für alle Altersgruppen geeignet. Denn Frau Rogge sagt: "Die Zunge hat keine Ohren" . Alle Übungen werden dafür rhythmisch mit altersentsprechenden Texten und Liedern begleitet .

Wir wenden die NF!T®️ in folgenden Bereichen an:
>schlaffe Zungen- und Lippenmuskulatur
>Mundatmung mit/ohne Speichelfluss
>Aussprachestörungen
>orale Habits (Daumenlutschen, Nägelkauen, Knirschen)
>Sensibilitätsstörung im Mund
>vorverlagerter Würgereflex
>Zahnfehlstellungen
>zur Unterstützung bei Kieferorthopädischer Behandlung





LRS steht als Abkürzung für "Lese-Rechtschreib-Schwäche“ und ist ein Sammelbegriff für alle Formen von Schwierigkeiten beim Lesen und Schreiben, die nicht dem altersgemäßen Stand der Entwicklung entsprechen und nicht durch eine allgemeine Beeinträchtigung der geistigen Entwicklungs-, Milieu- und Unterrichtsbedingungen ‍geklärt werden kann.

Was sind mögliche Anzeichen?
- auffallend große Schwierigkeiten beim Lesen und Schreiben
- sehr langsames, fehlerhaftes Lesen
- Auslassen von Buchstaben oder Silben
- Buchstaben können kaum zu Wörtern zusammengezogen werden
- Schwierigkeiten im Erinnern von Reihenfolgen
- undeutliche, verwaschene Aussprache
- Wörter im Text werden oft aus dem Sinnzusammenhang erraten
- für Schreibarbeiten wird überdurchschnittlich lange gebraucht
- Probleme beim Abschreiben von der Tafel
- Probleme beim Niederschreiben von Gehörtem
- häufige Verwechslung ähnlicher Wörter oder Buchstaben
- häufige Verwechslung von Buchstabenfolgen





Unter phonologischer Bewusstheit versteht man die Fähigkeit die Aufmerksamkeit auf die formalen Eigenschaften der gesprochenen Sprache zu lenken, z.B. auf den Klang der Wörter beim Reimen, auf Wörter als Teile von Sätzen, auf Silben als Teile von Wörtern und vor allem auf die einzelnen Laute der gesprochenen Wörter.
Mithilfe dieser Fähigkeit können wir also die Struktur unserer Lautsprache erkennen und die Sprachbausteine flexibel einsetzen .
Die phonologische Bewusstheit bildet somit die Grundlage für einen erfolgreichen Schriftspracherwerb unserer Kinder.





Eine VED ist eine - meist schwere - Sprechstörung, bei der die Sprechbewegungsplanung und -programmierung gestört ist.
Betroffene Kinder wissen genau, welches Wort sie sagen wollen, jedoch sind sie häufig nicht in der Lage, ihre Artikulationsorgane Zunge und Lippen willkürlich und kontrolliert einzusetzen, wodurch das Wort beim Sprechen dann inkorrekt gebildet wird.
Dies hat aber nichts mit einem Intelligenz- oder Hörproblem zu tun, denn beides ist im Regelfall völlig unauffällig.
Diese Beeinträchtigung wirkt sich auf die gesamte kindliche Sprachentwickung (v.a. Aussprache, Grammatik und Wortschatz) aus - lediglich das Sprachverständnis ist im Regelfall nahezu unauffällig.





Wenn ein Kind mit 24 Monaten noch keine 50 Wörter spricht und/oder keine Wortkombinationen bildet, spricht man von einem „Late Talker“.
Dabei liegen keine weiteren Beeinträchtigungen, wie z.B. Hörminderungen, motorische oder sonstige organische Auffälligkeiten vor.
Die Kinder sind sprachlich und ggf. körperlich lediglich noch nicht so weit entwickelt wie andere Kinder und haben gewisse Meilensteine der Sprachentwicklung nicht in der dafür vorgesehenen Zeitspanne erworben.

Late Talker weisen daher ein erhöhtes Risiko für eine Sprachentwicklungsstörung auf.
1/3 aller Late Talker holen diesen sprachlichen Rückstand auf. Diese werden dann als Late Bloomer („Spät-Blüher“) bezeichnet.





Eine Rhinophonie oder auch "Näseln" ist eine Störung der Stimm- und Sprechfunktion, welche eine funktionelle (z.B. Gaumensegelschwäche), eine organische (z.B. Lippen-Kiefer-Gaumenspalte) oder auch eine neurologische Ursache haben kann.

Es wird zwischen zwei Arten unterschieden.

Rhinophonia aperta (offenes Näseln):
>beim Sprechen entweicht zu viel Luft durch die Nase anstatt durch den Mund 
>das Gaumensegel dichtet nicht vollständig ab

Rhinophonia clausa (geschlossenes Näseln):
>beim Sprechen entweicht die Luft nicht durch die Nase, sondern durch den Mund
>Stimmklang: dumpf & verschnupft

Praxis für Logopädie Hengstenberg
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